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Professionelle Beleuchtung

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Gewerbliche LED-Beleuchtung richtig auslegen

Eine professionelle LED-Beleuchtung wird über einen Ziel-DLI und eine PPFD-Karte der Anbaufläche ausgelegt, nie über eine Wattzahl. Danach folgen die Photoneneffizienz, die die Betriebskosten festlegt, und die elektrische Architektur, die entscheidet, was sich tatsächlich installieren lässt.

Die Photoneneffizienz entscheidet über die Betriebskosten

Die Photoneneffizienz wird in µmol/J angegeben: die Zahl nutzbarer Photonen je aufgewendetem Joule. Bei gleichem DLI und gleicher Fläche bedeuten zehn Prozent mehr Effizienz zehn Prozent weniger Kilowattstunden. Eine Leuchte mit 935 W, zehn Stunden täglich betrieben, verbraucht rund 3,4 MWh pro Jahr — multipliziert mit der Zahl der Lichtpunkte eines Raums.

Der Gesamtlichtstrom (PPF, in µmol/s) reicht als Entscheidungsgrundlage nicht aus: Am Bestand zählen das PPFD (µmol/m²/s) und dessen Gleichmäßigkeit, gemessen als Verhältnis von Minimum zu Mittelwert über die gesamte Fläche. Montagehöhe, Achsabstand und Reflexion der Wände wiegen ebenso schwer wie die gewählte Leuchte.

Elektrische Architektur: abgesetzter Treiber und Einschaltstrom

Ein abgesetzter Treiber nimmt Masse und Wärme aus der Anbauebene, lässt sich einzeln tauschen und erlaubt Wartung, ohne die Leuchte abzuhängen. Im Gegenzug begrenzt der Hersteller die zulässige Kabellänge bis zum Modul: eine Randbedingung, die in den Aufstellplan gehört.

Der Einschaltstrom ist der Punkt, den viele Anlagen erst im Nachhinein entdecken: Beim Zuschalten ziehen mehrere Dutzend Schaltnetzteile gleichzeitig einen Strom weit über dem Nennwert und lösen die Schutzorgane aus. Übliche Gegenmaßnahmen sind die Aufteilung auf mehrere Abgänge, angepasste Auslösecharakteristiken, zeitversetztes Einschalten je Zone und Einschaltstrombegrenzer. Der zulässige Spannungsbereich (einphasig 230 V, dreiphasig 400 V, je nach Baureihe erweiterte Industriebereiche) ist im Herstellerdatenblatt zu prüfen.

Dimmung und zonenweise Steuerung

Zwei Schnittstellen bestehen nebeneinander: die analoge Dimmung 0-10 V, die gruppenweise verdrahtet gesteuert wird, und DALI, das Einzeladressierung und ohne Neuverdrahtung veränderbare Gruppen mitbringt. Welches Protokoll tatsächlich unterstützt wird, steht im Datenblatt des jeweiligen Modells. Eine zonenweise Dimmung erlaubt Sonnenauf- und -untergangsrampen, Sollwerte je Stadium und Lastabwurf in der Hochtarifzeit.

Beständigkeit im Raum, Garantie, Wartung

Die Schutzart IP65 deckt normgerechtes Strahlwasser ab, nicht die im Gewächshaus übliche Hochdruckreinigung: Das ist Modell für Modell zu prüfen. Passive Kühlung beseitigt den Lüfter und damit das bewegte Verschleißteil, nicht aber die Wartung: Die Kühlrippen setzen sich zu. Nahezu die gesamte aufgenommene Leistung landet als Wärme im Raum, was sich in der Auslegung von Kühlung und Entfeuchtung wiederfindet.

Drei Punkte gehören in den Vertrag statt in ein Verkaufsdatenblatt: die Garantiedauer, die zugesicherte Lichtstromdegradation (nach einer bestimmten Stundenzahl erhaltener Lichtstrom, etwa L90) und die Verfügbarkeit von Ersatztreibern. Eine Lebensdauerangabe ohne Messkriterium verpflichtet niemanden.

Was heute gelistet ist

Die Rubrik stützt sich auf die Baureihe SANlight EVO COMPACT S1W: sechs Leuchten von 2C bis 6CX, deren Leistungen je nach Herstellerrevision zwischen rund 320 und 935 W liegen. Fertigung in Österreich, passive Kühlung, IP65, abgesetzter Treiber. Genaue Leistung, Lichtstrom und Spannungsbereich stehen im Datenblatt des jeweiligen Modells. Verbindungstechnik zur Verkettung und Dimmzubehör sind online nicht bestellbar: Sie werden in der Planung festgelegt, bitte vor der Bestellung Rücksprache halten. Beschaffung auf Bestellung, Versand auf Palette, Lieferzeit im Angebot.

Wie es weitergeht

Die Sollwerte je Entwicklungsstadium werden in der Anlagenplanung festgelegt; die zentrale Dimmung bereitet man mit der Raumautomation und Steuerung vor. Für eine private Installation deckt die LED-Beleuchtung für Endkunden einen anderen Bedarf ab. Zurück zum Profi-Equipment für den Indoor-Anbau.

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